Donnerstag, 31. März 2011

Alle 15 haben gerockt! – ein Rückblick auf das Amundsenrace 2011

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns und mir schießen ständig irgendwelche Bilder von dem Erlebten in den Kopf. Es wird mir nicht möglich sein alles in diesem Bericht zu erzählen was das ganze Burning Snow-Team erlebt hat und es wird noch eine Weile (und einige Jullejaure-Parties und das Wiesenfest!) dauern bis wir das Erlebte verarbeitet haben.

Vor unserer Abfahrt nach Östersund haben wir natürlich ständig den Wetterbericht studiert und das aktuelle Wetter und die Vorhersagen für das Rennwochenende waren verheerend. Da sich das Wetter aber sehr schnell ändern kann, habe ich mir nicht allzu viele Gedanken gemacht. Ein bisschen mehr Gedanken habe ich mir über die Läufigkeit von Bjarne, Maya, Bruna und Merckx gemacht. Das kann ein unkontrollierbarer Faktor sein, da Jungs wie Mädels in dieser Zeit nur eines im Sinn haben…

Am Mittwoch ging es dann mit 12 Hunden (Bente, Maya, Steels, Bjarne, Wese, Merckx, Tafi, Happy, Bruna, Tom, Rudi und Jack) im Anhänger los nach Östersund. Abends haben wir Heikes Copilot Flori am Flughafen abgeholt und anschließend in der Hotel-Lobby das Wiedersehen bei einem Bier begossen. Bei dieser Gelegenheit haben wir den Finnen Juho Ylipiessa kennengelernt, ein super netter Bursche und vor allem ein Finne, der spricht! Wer konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass wir während des Rennens ein richtig gutes Team werden würden.

Am Donnerstagvormittag war das Mushermeeting wo alle über den Streckenverlauf und die aktuellen Wetterverhältnisse informiert wurden. Und was wir am Donnerstagvomittag da zu hören bekamen, war der absolute Horror: In den Bergen waren 150 cm Neuschnee gefallen und dazu noch ein Orkan mit bis 46m/s Wind. Der schwedische Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung für die Region ausgerufen und das hat die Organisatoren bewogen den geplanten Start von Donnerstagabend auf Freitag 10.00 Uhr zu verlegen. Zudem wurde die erste Etappe umgelegt. Das hatte zur Folge, dass die Strecke bis zum ersten Checkpoint Ljungdalen nun 170 km lang war. 170 km, so lange sind unsere Hunde noch nie am Stück gelaufen. Zusammen mit Heike habe ich beschlossen, Bruna nicht mit ins Team zu nehmen. Ihr hat das „Training“ vom Femundlauf gefehlt und das wäre einfach zu hart für sie gewesen.

vor dem Start 1
vor dem Start 2
vor dem Start 3

Freitag, 10.00 Uhr: Massenstart auf dem großen See von Östersund. Endlich geht es los. Adrenalin pur liegt in der Luft und als die Flagge gesenkt wird, rasen wir los. Mit Steels und Tafi im Lead stehe ich auf dem Blankeis mit beiden Füssen auf der Bremskralle und versuche die Übersicht in dem Getümmel zu behalten. Als ein Team von links heranschießt und die Spur kreuzt und links und rechts von mir auch noch Teams sind, ist ein Chaos beinahe unausweichlich. Dank der Übersicht aller Beteiligten und sekundenschnellen Entscheidungen gelingt es uns einzufädeln und in einer Schlange von sieben Teams weiterzufahren. Jetzt sind 30 km auf dem blanken Eis angesagt und als es in den Wald geht, machen wohl alle Fahrer, die unfallfrei durchgekommen sind drei Kreuze und danken dem Schlittenhundegott, dass alles gut gegangen ist. Heike und Flori haben mir nachher erzählt, dass hinter mir das Chaos ausgebrochen ist mit Verwicklern, umgestürzten Schlitten und einem Musher, der sich vier Rippen gebrochen hat.

Die Strecke nach Ljungdalen aus der Handler-Perspektive.

Die Etappe nach Ljungdalen war geprägt von extrem wechselnden Wetter- und Trailbedingungen:. tiefer Neuschnee, harte Spur über freie Flächen und heftiger Gegenwind. Ich war ständig damit beschäftigt unsere Hunde auf ihr Ausdauertempo herunter zu bremsen und bei den kleinen Snackpausen haben sie unmittelbar mit Geheul angefangen, weil sie unbedingt weiter wollten. Als wir eine vereiste Straße überqueren mussten, ist Tafi urplötzlich auf die Idee gekommen auf die Straße abzubiegen. Der Versuch das Team zu stoppen war unmöglich. Ich habe mich mit dem Schlitten und Schneeanker in den Straßengraben geworfen und die Verrückten zum Halten gebracht. Über den Tiefschnee konnte ich sie dann auf den Trail führen und der wilde Ritt ging weiter. Nach 12h 18min sind wir in Ljungdalen angekommen und für mich völlig überraschend lagen wir auf dem dritten Platz.

Müde? Ja!!!

...die Hunde auch.

und Flori?

Aufgrund der langen Etappe haben die Organisatoren beschlossen eine 8 Stunden Pflichtpause für alle Teams festzulegen. Zudem wurde die Strecke nochmals geändert, da eine Fahrt über das Fjäll weiterhin unmöglich war. Das hatte zur Folge, dass wir einen Teil der ersten Etappe zurückfahren mussten. Nochmals 115 km bis zum Checkpoint Gräftåvallen. Die Rennleitung musste wieder mal kreativ sein damit die Zielankunft in Åre nicht gefährdet war.

Bente entdeckt unser Busle in Gräftåvallen.

Heike führt uns zum Auto.

In Gräftåvallen haben mich Heike und Flori in Empfang genommen und von da an hatten wir 6 Stunden Zeit mit dem Auto nach Ånn zu fahren von wo aus das Rennen weitergehen sollte. Ich war nach den zwei langen Etappen unglaublich müde und dank Heike und Flori, die alles perfekt für den Transport vorbereitet hatten, musste ich mich um gar nichts kümmern. Bei der Fahrt im Auto hat sich dann gezeigt, was ein perfektes Handler-Team wert ist: ich war super stinkig und habe ohne Grund ständig rumgemotzt. Die zwei haben das zum Glück völlig ignoriert und mich einfach stänkern lassen. Das ist das Beste was sie in dieser Situation machen konnten und bis wir in Ånn angekommen waren, hat sich meine miese Laune wieder deutlich gebessert und wir haben uns alle drei auf den Start in die letzte Etappe mit 65 km konzentriert. Wir haben beschlossen Merckx im Hänger zu lassen, da sie auf den ersten zwei Etappen unheimlich geackert hat und ihr die Müdigkeit anzusehen war.

Die Handler der drei Führenden in Gräftåvallen.

Um 21:30 Uhr bin ich gleichzeitig mit dem Finnen Juho losgefahren und die ersten drei Stunden haben wir perfekt zusammengearbeitet. Wie beim Radfahren und dem sogenannten belgischen Kreisel haben uns regelmäßig bei der Führungsarbeit abgewechselt und konnten dadurch auf den Führenden Petter Karlsson Zeit aufholen. Nach ca. 3 Stunden hat sich dann Rudi, den ich zusammen mit Steels im Lead hatte, überlegt, dass da noch scharfe Miezen hinter ihm im Team laufen. Er hat sich ständig umgedreht und irgendwann kam der Zeitpunkt an dem er einfach umgedreht ist um die Mädels zu beglücken. Daraus wurde natürlich nichts: ich war schneller und habe ihn wieder hinter die Damen gespannt. Und jetzt kam die große Zeit vom Maya! Nach einigen Überlegungen habe ich sie ins Lead neben Steels gespannt und siehe da, wir haben wieder Fahrt aufgenommen und es war auf dem Schlitten wieder richtig Zug zu spüren. Juho war natürlich in der Zwischenzeit weg, aber da ich wusste, dass von hinten niemand näher kommt, war ich ziemlich entspannt und mir sicher, dass wir den 3.Platz ins Ziel bringen würden.

04:06 Uhr, Zieleinfahrt in Åre

Bei der Zielankunft in Åre wurde ich von Heike und Flori begeistert empfangen und ich war einfach nur glücklich über die sensationelle Leistung aller Hunde und dem gesamten Burning Snow Team. Ein Rennen, das nicht nur bei uns in die Geschichte eingehen wird. Die Organisatoren haben es unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen geschafft ein anspruchsvolles Rennen durchzuführen und somit allen Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren.

Die Helden vom Organisationsteam brechen nach dem Rennen in Tränen aus.

Mit dem ersten Preis ‚best dog care‘, der von den Renn-Tierärzten vergeben wird, wurde das Wochenende gekrönt und wir wurden darin bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Und zum Abschluss gibt es ein großes Dankeschön an alle, die uns die Daumen gedrückt und fleißig Kommentare in unserem Blog geschrieben haben. Danke natürlich an Tanja und Matze, die es wieder einmal geschafft haben, das Rennen für alle Sofa-Musher so spannend zu beschreiben. Ein besonderes danke schön geht an Flori, der extra nach Östersund geflogen ist, an Regina, die die Booties genäht hat und an meine Eltern, die in Tjapps die Hunde versorgt haben.

Tack så mycket und wir freuen uns schon wieder auf die nächste Saison.

Michi

Montag, 28. März 2011

Dreimal auf dem Treppchen

Schwedischer Vizemeister


Auszeichnung für " Best Dog Care"



3. Platz in der Gesamtwertung

Wir vermuten, dass Michi jetzt mit Jeckel angesprochen wird - grins...

Sonntag, 27. März 2011

Herzlichen Glückwunsch

Das ist ja der Wahnsinn - was für ein spannendes und packendes Rennen.
Ihr wartet bestimmt schon sehnsüchtig auf Informationen von der letzten Etappe -
Michi ist ja gemeinsam mit dem Finnen losgefahren - unterwegs hatte Michi kurzzeitig mal Probleme mit seinen Leadern - keiner wollte das Team führen. Maya und Steels liessen sich dann doch noch überreden( wahrscheinlich hat er ihnen einen riesen Knochen versprochen )
und so konnte Michi seinen 3. Platz verteidigen.
Der Finne war dann allerdings weg.
Er profitierte davon, dass sich Petter Karlsson verfahren hatte.
Bei Are gibt es sehr viele Scooterwege und somit auch viele Abzweigungen.
Petter Karlsson hat leider die Markierung übersehen und hat den falschen Weg genommen.
Bis man dies bemerkt und dann wieder umkehrt dauert natürlich dementsprechend lange.
Sehr ärgerlich wenn man den Sieg vor Augen hat.
Michi hat auch einige Male vom Schlitten absteigen müssen, um sicher zu gehen, dass er auf dem richtigen Trail ist.

Also lieber Michi, Heike und Flori - feiert schön und knuddelt die ganze Hundebande von uns

Liebe Fans, danke fürs mitfiebern
auf euch ist eben Verlass - ihr seid spitze

euer Presseteam Tanja und Matze


Rennupdate 4: 15 Uhr

Wahnsinn, dass der Finne das Ding gewinnt.- RESPEKT
Aber das coolste ist, dass Michi gleich als 3. ins Ziel kommt - einfach nur genial !!!

Samstag, 26. März 2011

Franzose

Michi meinte" er sei das Rennen zu ambitioniert angegangen"

Rennupdate 21:45 Uhr

Michi ist gemeinsam mit dem Finnen gestartet - zu zweit haben sie vielleicht noch die Chance näher an Petter Karlsson ranzukommen.
Unsere Vorstellung wäre, dass sich Michi hinter dem Finnen ausruht, sie auf Petter Karlsson aufschliessen und dass Michi aus dem Windschatten heraus die beiden auf der Ziellinie überholt.
Spass bei Seite - egal was für eine Platzierung am Ende herausspringt - ihr habt ein klasse Rennen
abgeliefert -

Rennupdate 20:45 Uhr

Das Wetter in Schweden schlägt Kapriolen. Momentan schneit es sehr heftig - auf dem Parkplatz liegen laut Heike schon 30 cm Neuschnee.
Michi startet dennoch um 21:27 Uhr und macht sich auf die letzte und entscheidende Etappe.
Er konnte sich im Bus etwas erholen und jetzt puscht ihn natürlich das Adrenalin.
Die Hundebande ist wohl immer noch drauf wies Messer.
Sie machen laut Heike einen ausgeruhten Eindruck - bis auf Merckx - sie bleibt im Checkpoint.
Wir drücken nochmals ganz fest die Daumen, dass der Trail einigermassen gut befahrbar ist und Michi aufs Treppchen kommt.

Burning Snow - ihr seid super !!!!

Update 13:30

Superspannend, oder?

Michi ist im Moment aus Platz 2 und so wie es aussieht, können die Hunde und er das Tempo auch halten!

Sobald das Team den Checkpoint Gräftåvallen erreichen wird, werden Heike und Flori sie erwarten.

Wenn die Hunde dann gewässert und versorgt sind, werden sie in den Anhänger verlanden und können sich nun, genauso wie Michi vorne im Bussle, auf der nun folgenenden 130 km langen Transferfahrt nach Ånn ein wenig erholen.

Hier noch ein paar Bilder vom Checkpoint Ljungdalen










Rennupdate 11:30 Uhr

Michi liegt weiterhin gut im Rennen.
Der Finne hat ihn zwar überholt, aber der Abstand zu den vorderen ist wirklich nicht gross.
Wir glauben, dass ein Platz auf dem Treppchen gut möglich ist. Das wäre echt suppiii!!!
Die Hunde sind heute morgen gut ausgeruht und munter auf die 115 km( nicht 140 km wie gestern fälschlicherweise angegeben) lange Etappe gegangen.
Schätzungsweise sind es bis zum Checkpoint Gräftavallen noch 25 km.
Dort kommen die Hunde dann in den Hänger um nach 115 km Fahrt mit dem Auto und 6 Stunden Pause dann wieder loszuspurten.

Freitag, 25. März 2011

Rennupdate 22:30 Uhr

Wow...

Michi, das läuft ja echt super.
Die Hundebande ist wirklich sensationell.
Es gibt jetzt nochmals eine Änderung in der Streckenführung -
im Checkpoint Ljungdalen müssen jetzt alle Teams 8 Stunden Pflichtpause machen.
Dann geht die Etappe zurück zum See - 140 km.
Die Hunde werden dann in den Hänger verladen und nach An gefahren.
Inclusive Autofahrt sind nochmals 6h Pause Pflicht.
Danach kommt die Schlussetappe nach Are mit 60 km.
Die Sache mit der Live Cam haben wir uns auch anders vorgestellt - die hat nur am Start funktioniert.
Vielleicht klappts ja morgen.

Noch eine kleine Geschichte am Rande -

in den Checkpoints wird nun ständig über Michael "Eckel" geredet -
Flori meinte nur "die werden schon noch lernen, den Namen richtig auszusprechen"

Der Meinung sind wir auch !!

Rennupdate 20:00 Uhr

Michi macht ein super Rennen.
Er liegt auf dem 3 Platz - ungefähr 10 bis 15 min hinter dem Führenden.
Laut Heike muss es richtig gut laufen.
Der Streckenverlauf der Etappe wurde nochmals verändert da aufgrund des Schneefalls einige Passagen auf dem Fjäll unpassierbar wurden.
Die Etappe ist jetzt um 30km länger - also unglaubliche 170km.
Aus diesem Grund ist Michi nur mit 11 Hunden gestartet und hat Bruna in der Obhut von Heike und Flori gelassen.
Sie ist ja fast schon in Rente...
Zum Checkpoint sind es noch ca 25 km.

Update 12:25

Alle die den Start im Livestream verfolgt haben, sahen wie hecktisch dieser war.

Nach wenigen Metern kam es auch schon zu den ersten Wicklern mit 3 Teams.

Ein großes Knäul Hunde. Heike und Flori sind sofort hingerannt um zu helfen.

Michi ließ sich davon nicht beeindrucken und war von Anfang an sehr flott unterwegs. Toll ist beim

Amundsen Race ist auch das GPS-Tracking:

http://www.multisportlive.com/CompetitionSL.aspx?courseid=204

Es geht bald los..

Der Start ist jetzt wie geplant um 10:00 Uhr.
Die Wetterlage hat sich gebessert und Michi mit Team sind schon heiss aufs Rennen.
Die Etappe geht unglaubliche 140km lang.
Alle Fahrer sind mit GPS ausgestattet - unter dem Link GPS Tracking könnt ihr Michis Fahrt verfolgen.
Es gibt auch schon Live Bilder von den Vorbeitungen.

Michi ganz viel Spass bei deinem Rennen - wir drücken die Daumen

Donnerstag, 24. März 2011

Hallo Burning Snow Fanclub....

Wir freuen uns, dass wir wieder über ein tolles Schlittenhunderennen berichten dürfen.
Leider zeigt sich der skandinavische Winter nochmals von seiner unbarmherzigen Seite.
Für uns unvorstellbar bei frühlingshaften Temperaturen von 20° Celsius.
Wir sind sehr froh über die Entscheidung der Veranstalter, dass der Start auf Freitag morgen verlegt wurde - alles andere wäre unverantwortlich gegenüber Mensch und Tier.
Das Amundsenrace, benannt nach dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen findet in diesem Jahr komplett auf schwedischem Terrain statt.
Die Veranstalter legen sehr viel Wert auf die Ursprünglichkeit des Hundeschlittensports - lange, einsame Etappen, ein Wildnis - Checkpoint, an dem die Musher bei den Hunden schlafen und keinerlei Versorgung und Unterstützung von außen erhalten.
Eine Herausforderung der sich 36 Musher stellen wollen.
Wie von Heike und Michi schon berichtet, wird die Stecke aufgrund der widrigen Bedingungen verkürzt und der Wildnis - Checkpoint ausgelassen.
Die Teams starten alle gemeinsam bei einem Massenstart auf einem See in Östersund.
Die Stecke führt nun 30km auf Blankeis über den See.
Der ein oder andere kann sich vielleicht noch an Heikes Start vor 2 Jahren erinnern - damals befanden sich tiefe Overflows, also nasse Stellen auf dem See.
Sie brach mit ihrem schwer beladenen Schlitten tief ein.
In diesem Jahr bietet zumindest der See bessere Bedingungen.
Michi vermutet, dass das Rennen von Anfang an sehr schnell gefahren wird.
Seine Favoriten für den Sieg sind Petter Karlsson aus Schweden und der Norweger Ketil Reitan.
Die beiden haben Teams, die wohl sehr schnell sind.
Aber auch Michi hat ein hochmotiviertes Team am Start - und eine genauso hochmotivierte Fangemeinde, die sich wieder die Daumen wunddrücken wird.

Wir wünschen euch einen guten Rennverlauf und hoffentlich bald besser werdende Wetterbedingungen.

P.S ein Musher fährt mit einer Kamera mit - die Bilder werden live übertragen.
auf der Amundsenhomepage gibt es einen Link dazu auf der Startseite.

Euer Presseteam Tanja und Matze

Start verschoben!!!!

Aufgrund eines extremen Sturmes in den Bergen wurde der Start von heute 18:30 Uhr auf morgen frueh 10 Uhr verschoben!!! Die Organisatoren hatten Kontakt mit dem Huettenwirt der Helagshuette und bekamen mitgeteilt, dass alle Trailmarkierungen weggeweht sind und sogar die ueblichen Scootermarkierungen (rote Kreuxe auf Pfählen) zugeschneit sind. Die lokale Bergwacht warnt davor sich dort oben aufzuhalten, ausserdem sind alle Uebergänge und Bergstrassen gesperrt, also könnten nicht einmal die Handler die Checkpoints erreichen.
Nun verbringen wir noch eine Nacht hier in Östersund und vertrösten uns und die Hunde auf morgen.

Auch die Strecke wurde verkuerzt und die Schlaufe nach Tänndalen, sowie der Checkpoint Tänndalen fällt weg. Nun gibt es nach den ersten 140 km in Ljungdalen einen obligatorischen 6-Stunden-Stop, danach geht es direkt ueber das Hochfjell und den Helagsgletscher nach Ån bei Åre (ca. 90 km). Nach einem weiteren 4-Stunden-Stop folgen die letzten 70 km nach Åre.

Drueckt die Daumen, dass sich das Wetter bessert und das Rennen morgen starten kann, wir halten euch auf dem Laufenden.

Euer Burning-Snow-Team direkt aus Östersund....

Dienstag, 22. März 2011

Vorbereitungen

Wir packen. Morgen geht es los in Richtung Östersund und die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Die Tüten mit Lachs, See-Saibling-Filets und Rentierfleisch sind abgewogen und eingepackt. Nein, das ist nicht das Gourmet-Menü für Heike, Michi und Flori, das bekommen die Hunde! Die Pflichtausrüstung für den Schlitten, die Hundedecken, der Wasserkocher und vieles andere stehen zum Glück schon vom Femundlauf in der Scheune.

Eddie hackt den Lachs und Helma tütet ein.


Flori fliegt direkt nach Östersund und wird Heikes Copilot im Auto sein. Die zwei werden einen harten Job haben, die Fahrstrecken zwischen den Checkpoints sind bis zu 300 Kilometer lang und an Schlaf ist auf dem Amundsenrace nicht zu denken.

Die Wetterprognosen für die Region sind heftig: meterweise Neuschnee und Sturm. Wir lassen uns aber dadurch nicht mehr aus der Ruhe bringen und freuen uns auf die neue Herausforderung. Das aktuelle Wettergeschehen im Fjäll könnt ihr auf diesem Link live verfolgen: http://www.meac.se/sub_2/helags/wind.asp

Das sind die Wetterprognosen für das Helagsfjäll, das Michi auf einer Strecke von 135 km in einer Etappe überqueren wird. Die Niederschlagsmenge wir in mm angegeben, wobei 10 mm ein halber Meter Neuschnee sein können.

I morgen
23.03.2011

Snø -7° Laber bris, 7 m/s fra vest-sørvest

Snø. Laber bris, 7 m/s fra vest-sørvest. 19 mm nedbør i døgnet.

Torsdag
24.03.2011

Snø -13° Frisk bris, 9 m/s fra nordvest

Snø. Frisk bris, 9 m/s fra nordvest. 13 mm nedbør i døgnet.

Fredag
25.03.2011

Snø -13° Frisk bris, 8 m/s fra nordvest

Snø. Frisk bris, 8 m/s fra nordvest. 4,8 mm nedbør i døgnet.

Lørdag
26.03.2011

Snø -11° Frisk bris, 8 m/s fra vest-nordvest

Snø. Frisk bris, 8 m/s fra vest-nordvest. 3,0 mm nedbør i døgnet.

Søndag
27.03.2011

Snø -9° Laber bris, 7 m/s fra vest

Snø. Laber bris, 7 m/s fra vest. 5 mm nedbør i døgnet.


Vielleicht ändern sich die Prognosen noch und wenn nicht ist es auch egal, schliesslich haben alle Fahrer die gleichen Bedingungen.

Und welche Hunde sind dabei?

Bente, Steels, Tom, Bjarne, Rudi, Merckx, Jack, Tafi, Happy, Bruna, Maya und Wese werden sich in das Abenteuer stürzen.

Das Burning Snow Team wird auf jeden Fall versuchen, euch ein paar spannende Tage vor dem PC zu bieten. Wir übergeben jetzt an das Presseteam.

Samstag, 19. März 2011

Mitten in der Rennsaison

Wir gratulieren Bernhard Schuchert zu seinem herausragenden 7. Platz beim Finnmarkslauf. Er hat diesen Platz in der Königsklasse des Schlittenhundesports erreicht: 1000 (!) Kilometer mit 14 Hunden. Bernhard hat sich während des Rennens kontinuierlich nach vorne gearbeitet und hat viele namhafte Norweger hinter sich gelassen. Er ist durch seine ruhige Art und seine langjährige Erfahrung der beste deutsche Musher und hat dies nun eindrucksvoll bewiesen. Seine Frau Carola hat die Hunde seit Weihnachten in Schweden trainiert und wie man sieht, hat auch sie alles richtig gemacht.

Wir freuen uns auch für Torsten Kohnert, der die 1000 Kilometer ebenfalls sehr gut bewältigt hat.

Bernhard bei der Zielankunft in Alta.

Der Finnmarkslauf ist vorbei und schon steht das Amundsenrace vor der Tür. Michi wird am Donnerstag abend mit 12 Hunden an den Start gehen. Da wir nach dem Femundlauf durchgehend Gäste hatten, sind die Hunde jetzt gewöhnt in kleinen Gespannen zu laufen. Mal schauen was sie dazu sagen, wenn sie wieder porschemässig unterwegs sein dürfen. Wir freuen uns auf jeden Fall riesig auf das Rennen und das Presseteam mit Tanja und Matze wird euch wieder auf dem Laufenden halten.

Dienstag, 15. März 2011

Zur Abwechslung zu den Horrornachrichten aus Japan haben wir uns entschlossen ein paar positive Eindrücke der letzten Woche aus Tjapps zu veröffentlichen. Es fällt uns aber schwer die wunderschönen Frühjahrswinter-Tage zu geniessen. Hoffen wir, dass es noch eine Lösung für die momentan aussichtslose Lage in Japan gibt.

Mando und Grizzly üben das Wolfsgeheul.

Richard könnte mit seiner Kleidung auch einen Achttausender besteigen.

Biggi hat das Mini-Quad voll im Griff. Das Fahrtraining auf dem Eis macht ohne ESP, ASR, ABS und anderem Schnichschnack doch am meisten Spass.

An den Trollforsen beginnt die Schneeschmelze und mit den Schneeschuhen lässt sich die Landschaft am besten erkunden.

Eilert und Mando suchen einen sicheren Weg über das Eis.

Mittwoch, 2. März 2011

Burning Sky über Tjapps

Eigentlich gibt es eine einfache, nüchterne Erklärung:
Eruptionen auf der Sonnenoberfläche stossen elektrisch geladene Partikel aus - die Sonnenwinde. Diese prallen auf das magnetische Feld, das die Erde umgibt. Entlang der magnetischen Feldlinien gelangen die Partikel in die Nähe der magnetischen Erdpole und dringen in die Erdatmosphäre ein. Bei der Kollision mit Gasmolekülen werden diese zum Leuchten angeregt, das grüne Leuchten kommt durch angeregte Sauerstoffmoleküle zustande.

Demnach muss es eine gewaltige Eruption auf der Sonnenoberfläche gegeben haben, denn was wir gestern abend über Tjapps erleben durften war einfach unglaublich:










Für alle, die nicht hier in Tjapps sein können: im Internet kann man Nordlicht über eine Webcam betrachten, ca. 160 km nördlich von uns. In den nächsten Tagen sollen die Chancen ganz gut stehen!
http://www.porjus.eu/index.html